Einst lauerten sie hinter jedem Busch und hinter jeder Brücke auf den Klassenfeind, der mit seiner luxuriösen West-Karosse über die holprige "Autobahn Ost" holperte - und das meist zu schnell. Die Rede ist von den Vopos, die vor der Wende an Übergängen wie Drewitz, Marienborn oder Hirschberg ganze Autos auf der Suche nach Schmuggelwaren auseinander nahmen, oder die eben schon beschriebenen Westraser mit schmerzhaften Geldstrafen versahen. Die Zeiten sind längst vorbei, Grenzübergangsstellen in Motels oder Museen verwandelt. Mit dem Beton der neuen Strecken sind nicht nur die alten Risse, sondern auch viele andere historische Spuren verschwunden.

Regisseur Gerd Kroske ("Der Boxprinz") erinnert in seinem Dokumentarfilm auf provokante Art an die seinerzeit übliche Transitüberwachung, zeigt längst vergessene Bilder der damaligen DDR, lässt Menschen zu Wort kommen, die damals der "Autobahn Ost" auf verschiedene Weise verbunden waren.

Foto: RealFiction