Auf den Schnellstraßen des Ruhrgebiets kreuzen sich die Wege von vier Menschen, die versuchen, ihrem längst verlorenen Lebenstraum zu entsprechen. Georg, der Trainer einer Fußball-Bundesliga-Mannschaft, muss das Pokalspiel gewinnen, wenn er seinen Job behalten will. Dagegen jagt der rasende TV-Reporter Dieter Tag und Nacht spektakulären Bildern nach, während Jörg, der bigotte Handelsvertreter für Badewannenlifte, immer mehr in die Isolation gerät und feststellt, dass er sein Leben so nicht mehr aufrecht erhalten kann. Heinz schließlich, ein in die Jahre gekommener Schlagersänger, tritt mittlerweile bei Jubiläumsfeiern von Einkaufszentren und ähnlichen Veranstaltungen auf ...

Dieses episodenhafte Roadmovie um mehr oder weniger gescheiterte Menschen ist das Langfilm-Debüt des aus dem Westerwald stammenden Regisseurs und Autors Bastian Günther. In fast schon dokumentarischen Bildern lässt Günther das Leben seiner vier Protagonisten am Zuschauer vorüber ziehen. Das ist durchaus gut gespielt, doch zu distanziert erzählt der Regisseur seine Alltagsgeschichten, so dass sich Nähe zu den handelnden Personen nur bedingt einstellen will. Und der offene Schluss lässt den Betrachter eher ratlos zurück.

Foto: SWR/Lichtblick Film