Während des Golfkriegs war der Ex-Marine Jerry voller patriotischem Feuereifer. Doch inzwischen dreifacher Vater, ist er wenig davon angetan, nach Afghanistan und den Irak eingezogen zu werden. Zumal der einstige Idealismus einer tiefen Verbitterung gewichen ist. So kommt er nach traumatischen Erlebnissen als gebrochener Mann aus dem Mittleren Osten zurück. Er ist nicht nur verarmt, sondern seine Kinder haben Angst vor ihm, fürchten seine unkontrollierten Wutausbrüche. Seine Frau Nora trägt sich mit dem Gedanken, ihn zu verlassen, denn der enge Wohnwagen wird für die Familie mehr und zum Gefängnis. Eine Katastrophe scheint unausweichlich...

Francesco Lucente inszenierte nach eigenem Drehbuch die Geschichte eines Kriegheimkehrers und des Verlustes seines Seelenlebens. Das Ganze ist zwar eine äußerst aufwühlende Geschichte und legt die Psyche des Protagonisten völlig frei, verlangt aber mit fast drei Stunden Spielzeit sehr viel Sitzfleisch, zumal einige Szenen verstörend und fast schon quälend in die Länge gezogen sind.

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