Fernab der Zivilisation lebt Yusuf mit den Eltern im Nordosten der Türkei. In den Bergen am Schwarzen Meer begleitet Yusuf häufig seinen Vater, den Imker Yakup, durch die Wälder. Der Honig wird aus den hoch in den Bäumen hängenden Bienenkörben geerntet. Bei den Streifzügen lernt Yusuf mehr und mehr die Wunder der Natur zu schätzen. Als ein plötzliches Bienensterben einsetzt, begibt sich Yakup in noch fernere Regionen. Als er nicht mehr zurückkehrt, macht sich der kleine Yusuf auf die Suche nach dem Verschwundenen ...

Der türkische Ausnahme-Regisseur Semih Kaplanoglu ("Angel's Fall") liefert mit diesem Werk einmal mehr eine bedächtig erzählte Geschichte, die sich Zeit für die Bilder nimmt und damit der Schönheit der Natur und Kaplanoglus Heimat huldigt. "Bal" ist nach "Süt" (2008) und "Ei" (2007) der letzte Teil eines dreiteiligen Zyklus um den jungen Yusef, gewann 2010 den Goldenen Bären der Filmfestspiele von Berlin und wurde darüber hinaus mit dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet.



Foto: Piffl