Herbert Burkhardt hat das Leben übel mitgespielt. Nachdem er aus dem Krieg zurückgekommen ist, sucht er zwei Jahre lang vergeblich nach Arbeit, um endlich wieder ein normales Leben führen zu können. Doch das will ihm nicht gelingen, seine Lage wird immer hoffnungsloser. In seiner Verzweiflung überredet er seinen jüngeren Bruder zu einem ungewöhnlichen Bankraub. Als Arbeiter getarnt wollen sie in einem Kanalisationsschacht einen unterirdischen Zugang zu dem Tresorraum graben...

1954 drehte der französische Regisseur Jules Dassin seinen wegweisenden Thriller "Rififi" um eine Gruppe von Gangsters, die durch einen unterirdischen Tunnel in ein Juweliergeschäft einsteigt und groß abräumt. Auf diesen Spuren wandelt Regisseur Werner Klingler ("Das Testament des Dr. Mabuse"), der sich nach einem Drehbuch von Herbert Reinecker von dem authentischen Fall der Berliner Brüder Sass (Sass mit Ben Becker und Jürgen Vogel erneut verfilmt) inspirieren liess, die 1929 durch einen selbst gegrabenen Tunnel in die Berliner Diskonto-Bank einstiegen und Wertgegenstände in Höhe von über zwei Millionen Reichsmark erbeuteten. In der Hauptrolle glänzt einmal mehr Martin Held, als sein jüngerer Bruder ist der spätere "Weltenbummler" Hardy Krüger zu sehen. Ein für damalige Verhältnisse routiniert und spannend inszeniertes Genrewerk.

Foto: ARD/Degeto