Der Dieb und Raubmörder Barabbas begegnet Jesus von Nazareth kurz vor dessen Kreuzigung. Die Begegnung mit diesem weckt in ihm die Vermutung, dass es einen Glauben gibt, für den es sich zu sterben lohnt. Doch zunächst ist für Barabbas die Zeit des Glaubens noch nicht gekommen. Nach unzähligen neuen Verbrechen wird er zu lebenslanger Strafarbeit in Siziliens Schwefelbergwerken verurteilt und landet nach vielen Torturen schließlich in einer römischen Arena ...

Richard Fleischer inszenierte mit beeindruckender Besetzung das Historienspektakel nach dem Roman des schwedischen Nobelpreisträgers Pär Lagerkvist. Hier dient die Geschichte des an Stelle von Christus freigelassenen Verbrechers als Aufhänger für einen Monumentalfilm mit religiöser Einfärbung. Weit über 10000 Statisten, 300 geschulte Gladiatoren und ein kompletter Zirkus mit Löwen, Bären und Elefanten wirkten bei der aufwändigen Inszenierung mit. Doch die Regie vermittelt kaum mehr das existentielle Drama eines von Gott angerührten und dennoch zweifelnden Menschen, sondern vielmehr das aufwändige Schauspiel eines zu Grubenarbeit und Gladiatorenkämpfen verurteilten Sklaven.

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