Der junge Barry Lyndon wächst Ende des 18. Jahrhunderts in Irland auf, verlässt seine Heimat aber, da er aus Eifersucht einen englischen Offizier im Duell erschossen hat. Schließlich wird er Soldat im Siebenjährigen Krieg, desertiert, wird aber von einem preußischen Hauptmann entlarvt und zum Beitritt zur preußischen Armee gezwungen. Nach dem Krieg arbeitet er kurzzeitig als Spion, macht aber bald Karriere als Falschspieler. In Belgien heiratet er die reiche Lady Lyndon, die einen Sohn aus erster Ehe in die Ehe bringt. Die Eifersucht des Jahre später erwachsenen Lord Bullingdon sowie die Tatsache, dass Lyndon das Vermögen seiner Frau für den Erwerb eines Adelstitels verschleudert, führen zum Abstieg des Emporkömmlings...

Vier Oscars erhielt Stanley Kubricks fantasievoller und ironischer Ausstattungsfilm, den er nach dem Roman von William Makepeace Thackeray inszenierte und der einer seiner weniger bekannten Werke ist. Einzigartig die Farben, die Kostüme, ein Film, der in verschwenderischer Ausstattung schwelgt. Hervorragend ist auch die Kamerarbeit, manche Einstellungen wirken wie zeitgenössische Gemälde. Die Innenaufnahmen wurden ausschließlich bei Kerzenlicht und mit einer speziellen, ursprünglich für die NASA entwickelten Linse gedreht. Auch Kubrick und sein Film waren jeweils für den Oscar nominiert, doch die Jury zog Milos Forman und sein Meisterwerk "Einer flog über das Kuckucksnest" vor.