Robert (Christian Ulmen) teilt sich nicht nur den Nachnamen mit dem bekannten Musiker Beck, auch er war einst ein hochgelobter Newcomer in der Rock-Szene. Nach seinen ersten Songs packte ihn aber eine Schreibblockade, und mit seiner Musik konnte er kein Geld mehr verdienen. Widerwillig nahm er den Job als Musiklehrer an einer Schule an.

Sein Leben ändert sich schlagartig, als Robert das unglaubliche musikalische Talent seines Schülers Rauli (Nahuel Perez Biscayart) entdeckt. Robert wird zu seinem Förderer, und endlich scheint sein Leben wieder einen Sinn zu haben. Außerdem erhofft er sich, durch seinen Schützling selbst wieder ins Musikgeschäft einsteigen zu können. Doch die Bitte eines Freundes, ihn nach Istanbul zu begleiten, und der Widerstand einiger Plattenfirmen bringen Roberts Konzept gehörig durcheinander. Gemeinsam begeben sich er und Rauli auf eine abenteuerliche Reise.

"School of Rock" meets "Männerherzen"

Die Tragikomödie basiert auf einem Roman von Benedict Wells. Schon beim Schreiben hatte dieser angeblich Christian Ulmen im Sinn, als er aus dem Leben des gelangweilten Beamten Robert Beck erzählte. Betrachtet man die Handlung des Filmes, hat der Zuschauer wahrscheinlich eher Jack Black ("School of Rock") im Kopf.

Das Werk von Regisseur Wittich ist jedoch kein billiger Abklatsch, sondern löst den Betrachter relativ schnell von der amerikanischen Musikkomödie. Was als gute Komödie beginnt verwandelt sich mit fortschreitender Laufzeit immer mehr in ein Roadmovie. Seltsamerweise kommt er nach dieser Transformation aber nicht mehr so recht auf Touren, und das Publikum verliert zusehends das Interesse. Das ist umso bedauernswerter, da der Streifen anfangs durchaus zu unterhalten weiß.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Becks letzter Sommer":