Schon als Kind fühlt sich der Kubaner Reinaldo Arenas zum Schriftsteller berufen, was ihm allerdings mehr Ärger als Freude bringt. Dennoch geht der Junge unerschrocken seinen Weg, begeistert sich zunächst für die kubanische Revolution und gerät auch wegen seiner Homosexualität immer wieder mit der Obrigkeit in Konflikt. Als seine Werke der Zensur zum Opfer fallen und Arenas sich mehr und mehr verfolgt fühlt, bleibt ihm nach dem Gefängnis nur das Exil ...

Regisseur Julian Schnabel - er machte sich auch als bildender Künstler einen Namen - inszenierte ein bildgewaltiges Porträt des kubanischen Schriftstellers, das gleichzeitig dokumentiert, dass die Kunst nicht zu bändigen ist. Hauptdarsteller Javier Bardem wurde für seine brillante Darstellungspalette zwischen Hochgefühl und bitterster Erniedrigung zu Recht für den Oscar nominiert. Ebenfalls interessant: die mitunter witzigen Gastauftritte.

Foto: ARD/Degeto