Grufti Tom sorgt in seinem Heimatort nicht nur durch seine Gothic-Kluft für Unverständnis. Da seine Mutter vor einigen Jahren starb und er mit seinem Fußballverrückten Vater wenig anfangen kann, gilt er als absoluter Außenseiter.

Als er dann auch noch durchs Abitur fällt und ohnehin nicht weiß, was er machen soll, vermittelt ihn eine Berufsberaterin als Bestattungsfachkraft. Erstaunlicherweise kommt Tom nach Startschwierigkeiten mit dem Job durchaus klar. Dann lernt er Sarah kennen, die nach ihrem Studium in Berlin ins triste Dorfleben zurückkehrt ist. Mit ihr scheint Tom endlich eine Verbündete gefunden zu haben ...

Klischeebeladene Posse

Eines vorweg: Man hätte sich gewünscht, dass der Titel gleich Programm ist. Doch leider wird er seiner Aussage nicht gerecht. Was vielleicht als witzige Coming-of-Age-Geschichte in der Provinz gedacht war, entpuppt sich schnell als öde, klischeebeladene Posse ohne jeden Pepp.

Der Biss, den etwa die Serie "Six Feet Under" bietet, fehlt hier ebenso wie schauspielerische Akzente (selbst Wotan Wilke Möhring als überforderter, alkoholsüchtiger Vater kann hier nichts reißen). Einzig die seelische Tristesse des Protagonisten findet ihre Entsprechung in den öden Bildern. Ansonsten werden von Regisseurin Ute Wieland ("Deckname Luna", "Freche Mädchen") jede Menge Themen angerissen, ohne eine wirkliche Geschichte zu erzählen. Das ist auf Dauer nur eines: furchtbar langweilig!