Tagsüber jobt Maggie in einem auf Lesben-Pornos spezialisierten Buchladen, abends tritt sie im örtlichen Schulen-und-Lesben- Club als Tänzerin auf. Doch dann sagt sich ihre brave Familie an: Mutti und Brüderchen Paul wollen ihr längere Zeit auf die Pelle rücken. Das ist peinlich, denn natürlich hat Maggie ihr Sexualleben vor der Familie verschwiegen. Soeben ist sie mit ihrer neuen Freundin Kim zusammengezogen, und überall in der Wohnung liegen Dildos herum, als Mutti vor der Tür steht...

Die kanadische Regisseurin versucht mit dieser Beziehungskomödie aus dem Lesben-Milieu den Brückenschlag zwischen Mainstream-Kino und Zielgruppenfilm. Mit dem Resultat, dass sie beides verfehlt. Natürlich jubelte die Berlinale-Presse das Ding wieder hoch, da hagelte es Vokabeln wie "erfrischend" (tip, Zitty) oder "schräg" (Berliner Morgenpost), man fand ihn "offenherzig und geschmackvoll" (Tagesspiegel). Eigentlich ist das nicht zu fassen, denn dieser falsche Fuffziger von einem Film trimmt sich selbst auf "schräg", was absolut künstlich wirkt, und erfrischend ist er ungefähr so wie eine alte, abgetretene Fußmatte. Das Allerletzte ist ja wohl die Szene, wenn die Mutter einen batteriebetriebenen Vibrator findet und sich damit vergnügt, bis sämtliche (!) Batterien im Haus leer sind. Das ist ja wohl "Laß jucken, Kumpel!"-Humor aus der untersten Schublade.