Die junge Betty wird von ihrer Familie wegen Ehebruchs verstoßen und flüchtet sich in den Alkohol. Auf einem ihrer Trinkgelage, wo sie sich mit Gleichgesinnten den Kummer von der Seele lallt, lernt Betty die ältere Laure und über sie deren Liebhaber kennen. Um sich aus dem eigenen Sumpf zu ziehen, scheut sich Betty nicht, ihrer neuen Freundin den geliebten Mann auszuspannen. Während Betty die Kraft zu einem neuen Lebensanfang findet, treibt sie Laure in den Tod.

Chabrol verfilmte ein weniger bekanntes Werk Georges Simenons und machte aus dem behutsam gestrickten Widerstreit zwischen Sex und Eros einen kühl gestrickten Seelen-Report, in dem das Recht des Stärkeren dominiert. Jean-Luis Trintignants Tochter Marie als Betty und der französische Filmstar Stéphane Audran als Laure geben dem Film zu wenig Tiefgang. So bleibt es bei einer gut gefilmten, aber nüchternen Psychostudie, die einem kaum unter die Haut geht.

Foto: ARD/MK2