Als Mona beim Jugendamt vorsprechen muss, um das Sorgerecht für ihre Tochter nicht zu verlieren, erzählt sie eine aberwitzige Geschichte, die sich über einen Zeitraum von drei Jahren ereignete: Nachdem Mona ihren Job verloren hat, lernt sie am Strand einen Ganoven kennen, der sie zwar als Geisel nimmt, aber auch der Vater ihrer Tochter wird. Doch nach der gemeinsamen Nacht wird der charmante Gauner von der Polizei erschossen. Dann trifft Mona ihren verschollenen Vater, der sie wegen einer angeblich lebensbedrohlichen Operation nach Deutschland lockt. So gibt Mona ihre Tochter bei der Tante ab. Bereits in Wien verkauft dann der Vater Mona an einen fiesen Frauenhändler. Der schafft sie nach Liverpool. Hier landet die Ärmste im als Variete getarnten Bordell "Bibliothèque Pascal" und muss mit ansehen, wie Leidensgenossinnen tot aus dem Laden geschleppt werden ...

Der ungarische Regisseur und Autor Szabolcs Hajdu hat sich mit dieser surrealen Reise einer starken Frau eine recht krude Geschichte ausgedacht, die ab und zu durchaus packende Momente besitzt und manchmal gar an Großmeister Luis Buñuel erinnert. Doch viele inszenatorische Unzulänglichkeiten und Holprigkeiten sowie die oft schlecht wirkende Synchronisation schmälern das ohnehin seltsame Vergnügen leider.



Foto: Camino