Im Regenwald des brasilianischen Mato Grosso do Sul genießen die Plantagenbesitzer alle Freiheiten, während die Indios im Reservat eine Existenz in bitterer Armut fristen. Hier steht Selbstmord junger Menschen fast schon auf der Tagesordnung - für einen Trupp Indios Grund genug, dem eingepferchten Reservatsleben den Rücken zu kehren. Sie verlassen das Reservat und bauen Baracken auf Plantagengebiet auf. Den Besitzern ist dies schnell ein Dorn im Auge. Zunächst versucht man sie durch den massiven Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu verteiben ...

Dieses südamerikanische Drama kommt trotz des derben Endes zu langatmig daher. Viele Handlungsstränge plätschern vor sich hin ohne die Handlung voranzutreiben. So hätte die Regiearbeit von Marco Bechis ("Junta") ein packendes und überaus böses Sozialdrama über das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen werden können, lässt aber die dazu nötige atmosphärische Dichte vermissen. Was bleibt: ein paar interessante Einblicke und Bilder.

Foto: Pandora