Eva und Peter Schillers Ehe ist an einem Wendepunkt angelangt: Ihre volljährige Tochter Nina wird bald ausziehen, ihr 15-jähriger chillt meist bei seinen Freunden. Eva hat Angst vor dem Leben zu zweit, denn Peter war einst mit ihrer Schwester Marie liiert, die bei Ninas Geburt starb. Bei einem Familienfest im Bayerischen Wald, das Evas Eltern zu Ehren des 70. Geburtstag des Vaters geben, treten die Spannungen zwischen Peter und Eva offen zutage. Und als wenn dies nicht schon genug wäre, geraten sie mit den Kindern bei einem Ausflug in den Nationalpark auch noch in die Hände einer Schleuserbande ...

Dass Regisseur Markus O. Rosenmüller durchaus ein Spezialist für spannende Psychothriller ist, hat er in der Vergangenheit schon vielfach bewiesen, man denke nur an Werke wie "Augenzeugin", "Letztes Kapitel" oder "Bloch - Silbergraue Augen". Doch hier hat er eindeutig zu dick aufgetragen, denn dieses Ganovenstück nach dem Drehbuch von Wolf Jakoby ("Vertraute Angst", "Berlin - Eine Stadt sucht den Mörder", "Der Fußfesselmörder") kommt einfach zu unglaubwürdig und zu überfrachtet daher. Da wird die Geduld der Zuschauer wahrlich "Bis an die Grenze" auf die Probe gestellt.

Foto: ZDF/Thomas K. Schumann