Obwohl bei Königin und Kabinett unbeliebt, wird Graf Otto von Bismarck von König Wilhelm I. auf Anraten seines Kriegsministers von Roon ins Kabinett berufen. Sehr schnell gewinnt Bismarck das Vertrauen des Königs, während das Kabinett ihm völlig ablehnend gegenübersteht. Von allen seinen Gegnern ist der Medizinprofessor und pazifistisch gesonnene preußische Abgeordnete Rudolf Virchow der schärfste. Schließlich löst Bismarck den Landtag Preußens auf und beginnt unter der Leitung von Kriegsminister von Roon mit der Heeresreform. Bismarck verbündet sich mit Österreich gegen Dänemark. Es kommt zu einem kurzen deutsch-dänischen Krieg, aus dem Bismarcks Truppen als Sieger hervorgehen, nicht zuletzt dank der genialen Strategie des Ministers Moltke. Dennoch hagelt es innenpolitische Angriffe im Landtag und von Seiten des Kronprinzen Friedrich ...

Der historisch-biographische "Staatsauftragsfilm" von Wolfgang Liebeneiner behandelt den Zeitraum zwischen der Berufung des Otto von Bismarck zum preußischen Ministerpräsidenten 1862 bis zum Ende des Preußisch-Österreichischen Krieges 1866. Der mit großem Aufwand und einem Riesenaufgebot an Schauspielern inszenierte Propagandafilm kam 1940 in die Kinos und wurde mit staatlichen Prädikaten des Dritten Reichs förmlich überhäuft. Neben der Verherrlichung des Krieges und der drastischen Ablehnung des Parlamentarismus sollte den Zuschauern suggeriert werden, dass zwischen dem Eisernen Kanzler und ihrem Führer eine beinahe personelle Einheit bestünde.

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