Das Schicksal meint es nicht gut mit Magdalena Behsler. Gerade als die von allen nur Lena genannte Schauspielerin erfährt, dass sie für die Bühne zu alt sein soll, erreicht sie eine weitere Meldung: Ihre Mutter Marlis ist gestorben. Lena kehrt in ihren Heimatort zurück und trifft dort bei der Beerdigung auf Julius Dahlmann, Marlies' ehemaligen Jugendfreund. Die Konfrontation mit den Orten und den Menschen ihrer Kindheit lässt Lena nachdenklich werden. Schließlich entscheidet sie sich zu einer Reise in die Vergangenheit ihrer Mutter, in der Hoffnung, dass sie dort Antworten auf ihre vielen Fragen erhalten wird. Doch sie geht nicht allein auf die Reise: Julius und ein katholischer Priester begleiten sie ...

Regisseur Didi Danquart ("Viehjud Levi", "Offset") adaptierte hier - recht frei - den Roman "Lenas Liebe" von Judith Kuckart. Das Ergebnis ist ein melancholisch-komisches Roadmovie in die deutsche Vergangenheit nach Auschwitz. Wer jedoch ein Mahnmal der Geschichte erwartet, wird enttäuscht sein. Vielmehr stehen die persönlichen Erinnerungen der sehr eigenwilligen Charaktere im Vordergrund, die vor allem die Geheimnisse der eigenen Kindheit und Jugend aufdecken möchten. Auch wenn die Protagonisten auf den ersten Blick sehr kantig wirken, gewinnen sie dank ihrer trockenen Dialoge beim Zuschauer viele Sympathiepunkte.



Foto: Noir Filmproduktion