Fernfahrer Don Pedro ist auf den Straßen der Welt zuhause. Meist fährt er mit Tomaten oder Knoblauch durch die Gegend, doch immer wieder hat er auch illegale menschliche Fracht an Bord. Denn mit seinem Speditionspartner Jimmy hat er dieses ertragreiche Geschäftsmodell entwickelt, das ihm im hart umkämpften Trucker-Geschäft das Überleben sichert. Dieses mal nimmt er in Marokko eine Gruppe von Flüchtlingen auf, die sich in einem Hohlraum seines LKW verstecken sollen. Doch die selbstbewusste junge Jackie denkt gar nicht daran, in den engen Verschlag zu kriechen, sondern besetzt mit ihrem kleinen Sohn kurzerhand die Fahrerkabine. Nun ist Don Pedros ganzer Einfallsreichtum gefragt, um Jackie nach Genf zu bringen, wo diese den Vater ihres Kindes mit seiner Verantwortung konfrontieren will ...

Mit diesem Mix aus Drama und Roadmovie legt der aus Niederösterreich stammende Dokumentarfilmer Erwin Wagenhofer ("We Feed The World - Essen global", "Let's Make Money") seinen ersten Kino-Spielfilm vor. Doch allzu Klischee lastig kommt Wagenhofers Drehbuch daher, überzeugend sind jedoch die Bilder von Kameramann Martin Gschlacht ("Immer nie am Meer", "Böse Zellen") und Fritz Karls Auftritt als schlitzohriger Trucker mit Herz. Als Jackie ist hier die in Großbritannien geborene Clare-Hope Ashitey zu sehen, die Zuschauern aus Kinofilmen wie "Shooting Dogs" oder "Children of Men" bekannt sein könnte.



Foto: © Allegro Film/Petro Domenigg