Der in Berlin lebende Musiker Mio will unbedingt ein eigenes Tonstudio, da er sich nicht an die Musikindustrie verkaufen möchte. Das einzige, was ihm fehlt, ist das Kapital. Da trifft es sich gut, dass nach 18 Jahren endlich die Entschädigungszahlung für den Tod seiner Eltern, die einst auf dem Wiener Flughafen Schwechat einem Attentat zum Opfer fielen, ansteht. Einziges Problem: Mios Bruder Valentin, der in den österreichischen Bergen auf einem Bauernhof lebt und der keinen Kontakt mehr zum Bruder hat, muss ebenso wie Mio der Zahlung zustimmen. Nachdem Mio mit seiner Geldpumperei schon bei seinen Stiefeltern in hohem Bogen rausgeflogen ist, macht er sich mit seiner Freundin Stella auf nach Österreich...

Siegfried Kamml, bisher in der deutschen TV-Landschaft als Produzent von Serien wie "SK Kölsch" und "Wolffs Revier" aktiv, legt mit diesem unausgegorenen Mix aus Roadmovie und Drama sein Kinoregiedebüt vor. Das liegt sicher auch an dem unzureichenden Buch von Uwe Kossmann ("Cascadeur - Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer"), Raimund Maessen ("Küstenwache") und Maximilian Vogt. Die Charaktere bleiben blass und werden nicht vertieft, die Kamera ergeht sich in schönen Landschaftsaufnahmen, die aber nichts zur Erhellung des Blackouts zwischen den Protagonisten beitragen können. In vielen Szenen scheint die stilistische Aufbearbeitung der Szenen wichtiger als ihr Inhalt, der sicher wunderbar anzusehende Citroen DS wirkt dabei wichtiger als die Hauptdarsteller. Einzig Mavie Hörbiger durchbricht mit ihrem leider auch nur schwach ausgesprägten Seelenleben als Stella ein wenig das Einerlei, das schon nach kurzer Zeit zu langweilen beginnt. Da nützt auch die Musik von Marek Harloffs Band TempEau nichts,die extra für den Film gegründet wurde.

Foto: Farbfilm (24 Bilder)