Auf der Bühne umgibt die erfolgreiche Violinistin Lilly ein Hauch von kühler Makellosigkeit. Aber wie sieht es hinter dieser Fassade aus? Durch Zufall lernt Bloch die Solistin kennen - und erfährt, dass Lilly nicht nur seit längerer Zeit Tabletten in lebensgefährlicher Dosierung einnimmt, sondern auch ihre Arme mit Schnittwunden übersät sind. Offenkundig betreibt die Künstlerin systematisch ihre eigene Selbstzerstörung, die dazu führt, dass die ehrgeizige Musikerin eines Tages auch den beruflichen Anforderungen nicht mehr gewachsen ist. Keine Frage - in diesem Fall ist psychologische Hilfe vonnöten. Lillys strikte Weigerung, über ihre eigenen Familienverhältnisse zu sprechen, ihr vehementes Leugnen der Tatsache, eine Schwester zu haben, wecken in Bloch den Verdacht, dass gerade in Lillys Familiengeschichte der Schlüssel für ihre psychischen Probleme zu finden ist. Während sich Blochs Ex-Frau Annegret um die medizinische Versorgung von Lilly kümmert, nimmt Bloch Kontakt zu Lillys Familie auf - und erlebt Erschütterndes. Ihre Mutter Margot ist nicht ganz bei Verstand. Lillys Ehemann Konrad erweist sich als Taugenichts und zeigt wenig Interesse für das Schicksal seiner Frau. Noch dazu stellt sich heraus, dass Lillys ältere Schwester, die mit der Familie unter einem Dach lebt, Konrads erste Ehefrau war. Und allesamt sind sie finanziell abhängig von Lilly ...

Der sechste Film der erfolgreichen Reihe mit Dieter Pfaff ist der bislang schwächste. Regisseur Edward Berger ("Schimanski - Kinder der Hölle", "Frau2 sucht HappyEnd") erzählt die Story betont ruhig und verliert sich dabei in Andeutungen ohne den Fall zu klären. Da nutzen auch die starken darstellerischen Leistungen der Protagonisten recht wenig.

Foto: WDR/Frank Dicks