Seit drei Jahren ist Jana magersüchtig, und ihr gegenwärtiger Gesundheitszustand ist dramatisch. Auf Drängen ihrer Mutter Petra und ihres Vaters Helmut begibt sie sich bei Bloch in Therapie. Zur unendlichen Geduldsprobe werden dessen Versuche, Jana an normale Mahlzeiten zu gewöhnen. Herbe Rückschläge bleiben da nicht aus. Schemenhaft zeichnet sich gleichzeitig ab, was Janas Magersucht ausgelöst hat und woraus sie sich nährt. Ihre beste Freundin war vor genau drei Jahren gestorben - seltsamerweise war auch sie magersüchtig ...

Die 1973 in Leipzig geborene Regisseurin Franziska Meletzky machte bereits mit ihren Filmen "Nachbarinnen" und "Frei nach Plan" auf sich aufmerksam, bevor sie nach dem Drehbuch von "Bloch"-Routinier Marco Wiersch ("Bloch - Der Kinderfreund", "Bloch - Der Mann im Smoking") diesen packenden Fall inszenierte, der Pfaff in der Rolle des Psychotherapeuten mit einer großen persönlichen Schwäche konfrontiert: die eigene Esssucht. In der Rolle der magersüchtigen Jana überzeugt Maria Kwiatkowsky, die schon in "En Garde", "Liebe Amelie" und "Kommissarin Lucas - Vergessen und Vergeben" zeigte, dass sie schwierige Charaktere äußert glaubhaft zu verkörpern weiß.

Foto: WDR/Frank Dicks