Dass Patienten sich in ihren Therapeuten verlieben, ist nichts Neues für Bloch. Dass aber eine Frau sich in den Kopf setzt, bei ihm Patientin zu werden und ihn mit diesem Wunsch geradezu verfolgt, bringt ihn schon ein bisschen aus der Fassung. Svenja nennt sie sich und sie gibt vor, immer auf die falschen Männer reinzufallen, weil sie ein Kindheitstrauma durch den frühen Tod ihrer Mutter hat. Soviel Selbstanalyse war selten und dennoch ahnt Bloch, dass diese Frau ein ernstes Problem hat, das er heilen muss. Da Svenja sich jedoch immer mehr in ein stalkerhaftes Verhalten hineinsteigert, wird es für Bloch aus professionellen Gründen immer fragwürdiger, sie zu behandeln ...

Nach dem Drehbuch von Martin Douven inszenierte Regisseur Jan Schütte diesen Fall für den Psychotherapeuten alias Dieter Pfaff, der die weit verbreitete Problematik des Stalking thematisiert. Wie immer gut gespielt und inszeniert, leidet die Folge der populären Reihe allerdings an der Tatsache, dass Bloch hier gegen alle Regeln, an die sich ein Therapeut halten sollte, verstößt. Das geht auf Kosten der Glaubwürdigkeit.

Foto: SWR/Stephanie Schweigert