Bloch bereitet sich gerade auf seinen Auftritt als Trauzeuge für die Hochzeit seines alten Kollegen und Freundes Hellmann vor, als die 17-jährige Dalia plötzlich vor seiner Tür steht. Sie ist die Tochter von Blochs ehemaliger Patientin Daniela, die sich einst von Dalias Vater Basim scheiden ließ. Dieser floh daraufhin mit seiner damals neunjährigen Tochter in den Irak. Nun möchte die gläubige Muslima eine Nacht im Haus von Bloch verbringen, der sofort Kontakt zu Daniela aufnimmt. Die schwer depressive Frau will ihre Tochter natürlich sehen, doch das anberaumte Treffen verläuft alles andere als harmonisch. Noch dazu behauptet ein BKA-Beamter, dass Dalia Kontakte zu radikalen islamischen Kreisen pflege, die einen Anschlag auf eine in Köln stattfindende Anti-Terror-Konferenz planen ...

Seit Bloch - Schwarzer Staub ist Dieter Pfaff nun schon in seiner Paraderolle als massiger Psychotherapeut Dr. Maximilian Bloch auf den Bildschirmen präsent. Für den 20. Fall des beliebten Seelenklempners nahm erstmals Krimi-Spezialist Thomas Jauch auf dem Regiestuhl Platz. Nach dem Buch von Jürgen Werner, mit dem er zuvor schon zwei Schimanski-Episoden ("Schimanski - Schicht im Schacht", "Schimanski - Schuld und Sühne") realisierte, entstand ein recht spannendes Psychodrama, das allerdings zum Teil reichlich konstruiert das Klischee bedient, hinter jedem gläubigen Muslim müsse ein islamischer Fundamentalist und Gotteskrieger stehen. Wie immer durchweg gut gespielt, gefällt besonders die aus dem westfälischen Bünde stammende Schauspielerin und Tänzerin Aylin Tezel, die die Kluft zwischen Orient und Okzident, zwischen Islam und Christentum in ihrer Protagonistin Dalia mit viel Gefühl spiegelt. Den Zuschauern dürfte sie aus der Erfolgsserie "Türkisch für Anfänger" und Filmen wie "Bis dass der Tod uns scheidet", "Bis aufs Blut" sowie "Almanya - Willkommen in Deutschland" bekannt sein.

Foto: WDR/Frank Dicks