Um einer drohenden Ausweisung zu entgehen, sucht 1970 eine junge Ausländerin in der Bundesrepublik nach einem heiratswilligen Deutschen. Sie unternimmt eine mehr oder weniger freiwillige Odyssee durch den Berliner Underground, trifft viele unkonventionelle Leute, aber es bleibt bei oberflächlichen Begegnungen. Flüchtige sexuelle Kontakte und eine generelle Orientierungslosigkeit kennzeichnen die Beziehungen der Menschen untereinander.

Van Ackeren nahm sich für seine erste Regiearbeit die Aufzeichnungen einer 19-jährigen Teefabrikantentochter zur Vorlage, die unter dem Titel "Blondie" erschienen waren. Der Film folgt jedoch keiner linearen Erzählung, sondern reiht wie beiläufig Szenen und Begegnungen aneinander, die nach und nach ein typisches Bild der Jugend von 1970 ergeben. Die Freizügigkeit und Offenheit, mit der Van Ackeren sein Thema angeht, die schnoddrigen, überwiegend improvisierten Dialoge und unspektakulären Sexszenen, aber auch die Tatsache, dass er mit Amateurschauspielern gearbeitet hat, machen die Authentizität des Films aus. Doch vieles im Film wirkt sichtlich angestaubt und das Spiel der Laien ist häufig hölzern und verkrampft.