Die junge Siri flieht nach einem heftigen Streit mit ihrer Mutter Iris, einer bekannten Pianistin und Komponistin, in die Abgeschiedenheit Kanadas, um zu sich selbst zu finden. Der Grund: Sie ist ein Klon, eine Blaupause, ein Blueprint ihrer Mutter. Diese hatte sich 20 Jahre zuvor zusammen mit einem ehrgeizigen Reproduktionswissenschaftler zu dem Schritt entschlossen, da sie unheilbar krank ist und durch Siri ihr eigenes musikalisches Talent der Nachwelt erhalten will. Über Jahre hinweg hatte sich Siri mit der beklemmenden Situation arrangiert, floh dann aber doch nach Kanada. Erst Greg, den Siri dort kennen- und liebenlernte, erweckt wieder Gefühle in Siri, die diese für immer verloren glaubte. Bis sie erfährt, dass ihre Mutter bald sterben wird. Siri steht vor der Entscheidung ihres Lebens ...

Rolf Schübel ("Kollaps", "Ein Lied von Liebe und Tod - Gloomy Sunday") verfilmte mit "Blueprint" den gleichnamigen preisgekrönten Roman von Charlotte Kerner, in dem die Geschichte des ersten menschlichen Klons erzählt wird. In der Doppelrolle der Siri/Iris gibt Deutschlands Hollywood-Heimkehrerin Franka Potente ("Lola rennt", "Die Bourne Identität") ihr Bestes, kann aber weder beide Figuren mit Leben füllen noch über die offensichtlichen Mängel des Filmes hinwegtäuschen. Zu leblos wirken die Figuren, die oft nur als Staffage zu Franka Potentes Auftritten erscheinen, zu gestelzt das Drehbuch, das Siris Geschichte in Rückblenden erzählt und oft nur gepflegte Langeweile verbreitet.