"Dance the Rhythm" - da denkt der ein oder andere sicher direkt an die spektakulären Auftritte von "River­dance", die Mutter aller irischen Tanzspektakel. Doch was bedeutet dann "Bödölö"? Nichts anderes als eine Schweizer Form des rhythmischen Aufstampfens der Füße, das Trommeln der Füße im Takt. In der Innerschweiu entstanden, vermischt sich heute der bodenständige Volkstanz mit Stepptanz, Flamenco und dem eben bereits genannten Irish Dance.

Filmemacherin Gitta Gsell ("Propellerblume") erzählt in ihrem Dokumentarfilm die Geschichte dieses urwüchsigen, archaisch anmutenden Tanzes, der heute in immer neuen Mischformen weiterlebt. Gsell hat sich auf Spurensuche begeben und ist dabei Schweizer Tänzerinnen und Tänzern begegnet, die ihre Leidenschaft fürs sogenannte Bodentelegramm, dem tanzenden Klopfen und Stampfen auf den Boden, mit großer Freude und Energie vermitteln. Die grosse Spannbreite reicht von den jungen, sympathischen Toggenburger und Innerschweizer Bödelern über die international renommierten Bieler Stepptänzer von Lukas Weiss, die Aargauer Aficionada des Irish Dance Sabrina Wüst sowie der künstlerischen, musikalischen Abwandlung des Flamenco der Berner Tänzerin Ania Losinger.





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