In einer Stadt im Iran drängen sich tausende von Menschen in ein Gebäude. Der Grund: Der Regisseur Mohsen Makhmalbaf hat eine Annonce aufgegeben, in der er noch Schauspieler für seinen neuen Film sucht. Bei dem Casting vor der Kamera wird Makhmalbaf fast zu einem Gott. Er läßt die Bewerber auf Kommando lachen und weinen. Dabei geben sie alles, um mit dabeisein zu dürfen.

Der iranische Regisseur Mohsen Makhmalbaf widmete 1995 "Salam Cinema", übersetzt "Guten Tag, Kino" dem 100. Geburtstag des Kinos. Sein Film schildert die Möglichkeiten des Kinos und der Filmemacher, die Psyche der Menschen zu manipulieren. Gerade in einem Land, in dem der Staat Glamour à la Hollywood offiziell verpönt und verbietet, ist bei den jungen Menschen die Sehnsucht nach einer Karriere vor oder hinter der Kamera oder sogar einem Sprung in den reichen Westen besonders groß. Makhmalbaf ("Der Fahrradfahrer", 1989) gilt neben Kiarostami zu den international bekanntesten iranischen Regisseuren.