Im Rom des ausklingenden 15. Jahrhunderts ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann der kranke Papst Innozenz VIII. das Zeitliche segnet. Um ihn herum spinnt sich ein ­finsteres Intrigenspiel, in dessen Mittelpunkt Rodrigo Borgia steht. Der will seine Macht auf ganz Italien ausdehnen und geht dabei wie seine Gegner über Leichen ...

Die Familie der Borgia, die zwei Päpste stellte, verkörpert wie kaum eine andere den Geist der Renaissance mit ihren heute kaum vorstellbaren Widersprüchen. Die Borgia waren rücksichtslos, korrupt, gewalttätig und intrigant, anderseits erreichte die Kultur der Renaissance unter ihrer Herrschaft mit Genies wie Leonardo da Vinci und Michelangelo ihren Höhepunkt. Der deutsche Regisseur Oliver Hirschbiegel, der inzwischen auch in Hollywood ("Invasion") inszenierte, setzte die erste Folge dieses opulenten sechsteiligen Historiendramas rund um die politischen Manöver und taktischen Winkelzüge in Szene. Gedreht wurde unter anderem in den Prager Barrandov-Studios, in denen die Sixtinische Kapelle und Gemächer des vatikanischen Palastes nachgebaut wurden. Auf dem Studiogelände entstanden außerdem der Petersplatz und Straßenzüge des mittelalterlichen Rom.

Foto: ZDF/Larry Horricks