Das Londoner Eastend. Hier lebt das lesbische Paar Sally und Liza in einer herunter gekommenen Bude und träumt von einer großen Musikkarriere. Doch die ist weit entfernt, vielmehr fristen die beiden mit miesen Aushilfsjobs eher ein bescheidenes Leben. Noch dazu kriselt es in ihrer Beziehung, wenig hilfreich ist dabei auch, dass sie sich die Nächte im Drogenrausch auf Raves um die Ohren schlagen. Während die jähzornige Liza ihre Eifersucht kaum im Zaun halten kann, zieht sich Sally mehr und mehr zurück ...

Drei Tage und drei Nächte im Leben eines jungen lesbischen Londoner Pärchens. Filmemacherin Kanchi Wichmann legt mit diesem atmosphärisch dichten Drama ihr Regiedebüt vor, das sie nach eigenem Drehbuch in Szene setzte und auch produzierte. Wichmann taucht hier in die Londoner Subkultur des Eastend ein, ohne das sich dabei die Geschichte der beiden Frauen auf Anhieb erschließt. Erst nach und nach erfährt der Zuschauer, worum es eigentlich geht: um das Auseinanderbrechen einer Beziehung. Dem Spiel der beiden Hauptdarstellerinnen merkt man schon nach kurzer Zeit an, dass sie noch nicht oft vor der Kamera standen und relativ unerfahren sind. Zu ungelenk und unglaubwürdig wirken Sophie Anderson und Kat Redstone stellenweise. So hält sich die Spannung und das Interesse an den beiden Protagonistinnen in Grenzen, denn Beziehungen, die mit Streit und Gewalt enden, hat man im Kino schon allzu häufig und besser gesehen. So ist "Break My Fall" lediglich ein interessantes Zeitbild des brodelnden Londoner Eastends, das Regisseurin Wichmann mit den Beats hierzulande kaum bekannter Indie-Bands unterlegte.



Foto: Pro-Fun