Als Baby von der Mutter ausgesetzt, wird Patrick Braden in der Obhut des Dorfpfarrers Bernard im ländlichen Irland groß. Schon als Teenager merkt Patrick, dass er anders als die anderen ist. Er trägt gern Kleider und legt Lippenstift auf. Mit zunehmendem Alter entwickelt sich Patrick mehr und mehr zur androgyne nDrag-Queen, hat erste Männerkontakte und gerät durch einen Freund sogar ins Umfeld der IRA. Dann entscheidet sich Patrick, nach London zu gehen. Hier hofft er, seine Mutter finden zu können...

Schon in "Crying Game" beschäftigte sich Regisseur Neil Jordan mit der Suche nach sexueller Identität im krisengeschüttelten Irland. Diesmal taucht Jordan in die Romanwelt von Patrick McCabe (dessen "Butcher Boy" er ebenfalls verfilmt hatte) und präsentiert mit einem brillanten Cillian Murphy in der Hauptrolle eine athmosphärisch dicht inszenierte Story um Selbstverwirklichung und Verführbarkeit. Leider haben sich ein paar Längen eingeschlichen. Witzig: Musik-Dandy Bryan Ferry, einst Kopf der legendären Band Roxy Music, als Killer.

Foto: Sony Pictures