In nicht allzu ferner Zukunft hat man in Detroit das Viertel Brick Mansions vom Rest der Stadt abgetrennt. In dem so hergestellten Ghetto, das von dem schwarzen Drogenbaron Tremaine Alexander beherrscht wird, regieren Gewalt und Kriminalität. Dann aber kommt Alexander in Besitz einer zerstörerischen Waffe, mit der er die Stadtpolitiker erpresst. Um die Vernichtungsbombe zu entschärfen, soll Undercover-Cop Damien Collier ins Ghetto geschleust werden. Dieser setzt auf die Hilfe des findigen Ex-Sträflings Lino. Doch Alexander hat Linos Ex-Freundin Lola in seiner Gewalt ...

Und wieder ein Actionfilm, der an Dummheit kaum zu unterbieten ist. Einst war der Franzose Luc Besson eine neue Hoffnung am europäischen Regie-Himmel. Doch er hat sich in den letzten Jahren nur als Regisseur und Produzent dämlicher Reißer präsentiert. So trägt auch dieses Werk (Besson war als Drehbuchautor und Produzent tätig) von Camille Delamarre (der Regiedebütant ist bislang nur als Cutter von Filmen wie "Transporter 3" und "Lockout" unangenehm aufgefallen) die Handschrift des gealterten Besson. Das Ganze wirkt, als hätte man ein Computerspiel ins Bild gesetzt. Umschnitt- bzw. Anschlussfehler ohne Ende, eine hanebüchene Geschichte, an der überhaupt nichts stimmt und Schauspieler wie vom Reißbrett lassen den Zuschauer dieses bescheuerte B-Picture schnell vergessen - auch wenn es Paul Walkers letzter vollständiger Film war (eine traugie Hinterlassenschaft). Da ist das französische Original "Banlieue 13 - Anschlag auf Paris" (in Deutschland unter dem Titel "Ghettogangz - Die Hölle vor Paris" als DVD erschienen) von Besson-Zögling Pierre Morel wesentlich besser, denn Parkour-Spezialist David Belle - er spielt den Ex-Knacki Lino - wirkte vor zehn Jahren auch noch frischer.



Foto: Universum Film (Walt Disney)