Die Geschichte eines ungewöhnlichen Mannes: Der 1954 in Basel geborene Ethnologe und Umweltaktivist Bruno Manser lebte von 1984 bis 1990 mit dem Urvolk der Penan im Dschungel von Borneo und erlernte ihre Sprache und Kultur. Die Penan nahmen ihn in ihre Gemeinschaft auf und nannten ihn den "Penan-Mann". Als die ersten Bulldozer auftauchten, um im Auftrag der Holzindustrie den Regenwald abzuholzen und auszubeuten, machte Manser durch spektakuläre Aktionen auf das ökologische und menschliche Desaster aufmerksam und schuf sich dadurch mächtige Feinde. Im Frühjahr 2000 verschwand Manser, der inzwischen zum Staatsfeind Malaysias erklärt worden war, auf einer geheimen Reise zu den Penan spurlos im Dschungel...

Dokumentarfilmer Christoph Kühn nahm sich der Geschichte Mansers an und reiste auf dessen Spuren in den Regenwald von Borneo. Die Penan, Mansers zweite Familie, erzählen von ihren Ängsten und gemeinsamen Abenteuern mit Bruno, seinen Kämpfen mit Riesenschlangen, seinen Begegnungen mit Geistern - und wie er alle im Widerstand gegen die Holzfäller einte. Im Verein mit bewegenden Selbstzeugnissen entsteht ein neues Bild des zornigen Umweltschützers und Menschenrechtlers, der ein leidenschaftlicher Naturforscher, Mystiker und Romantiker war - immer auf der Suche nach seinem utopischen Traum aus Kindheitstagen. Im März 2005 wurde Bruno Manser amtlich für tot erklärt.

Foto: Kool