Draufgänger Eddie hat genießt sein Leben in vollen Zügen, feiert rauschende Feste, nagelt alles, was sich anbietet, fährt dicke Schlitten. Kurz: Er gibt permanent das Geld aus, dass der Sprudelwasser-Konzern seiner Eltern abwirft. Auch als er nach dem Tod des Vaters die Leitung des Familienbetriebs übernimmt, feiert er fröhlich weiter - bis der Bankrott droht. Genau in dieser Situation findet Eddie einen Mann in seiner luxuriösen Wohnung vor, den er zunächst für einen Einbrecher hält. Doch Buddy, so nennt sich der Mann, gibt sich als sein Schutzengel zu erkennen. Eddie hält sich für verrückt und versucht alles, den plagenden Engel wieder los zu werden - vergeblich. Denn Buddy verfolgt ein bestimmtes Ziel: Er will Eddie mit einer alleinerziehenden Witwe zusammenbringen ...

Zugegeben: die Story klingt nach einer typisch deutschen Liebeskomödie, erweist sich aber bereits in der ersten Einstellung (die Kamera bewegt sich durch das Standbild einer wilden Party, bei der der Protagonist unterschiedliche Positionen einnimmt, wodurch eine kleine Geschichte innerhalb des Standesbildes erzählt wird) als technische Meisterleistung. Dass Bully Herbig kinoträchtige Bilder inszenieren kann (toll auch etwa die rasante Verfolgungsjagd), hat er schon bei seinen vorherigen Regiearbeiten gezeigt. Doch diesmal ist ihm sein Bravourstück gelungen: technisch perfekt mit toller Kamera inszeniert, stark geschnitten, immer wieder rasante wie witzige Ideen und eine zu Herzen gehende Geschichte sorgen für optimale Unterhaltung. Solch brillanten Bilder wünscht man sich aus Deutschland häufiger und schon allein deshalb müsste man vor Bully auf die Knie fallen!



Foto: © 2013 herbX film/Warner Bros./Marco Nagel