David Kato war eines der führenden Mitglieder der Lesben- und Schwulenbewegung in Ostafrika. Zunächst war er lange Zeit in Johannesburg aktiv, kehrte jedoch 1998 in sein Heimatland Uganda zurück und setzte sich dort massiv für die Rechte von Homosexuellen ein. Schnell wurde er zu dem prominentesten Schwulenaktivisten Ugandas. Kato nahm unter anderem den Kampf gegen den Entwurf eines verschärften Anti-Homosexualitäts-Gesetzes auf, das christlich-religiöse Gruppen nach wie vor durchsetzen wollen. Das Gesetz sieht Haftstrafen für Homosexuelle und in "schweren Fällen" sogar die Todesstrafe vor. Mitten in seinem Kampf wurde Kato am 26. Januar 2011 in seinem Haus brutal erschlagen ...

Die Regiedebütantinnen Katherine Fairfax Wright und Malika Zouhali-Worrall haben David Kato über ein Jahr lang begleitet und dokumentieren seinen Kampf gegen die weit verbreitete Homophobie in Uganda. Katos brutale Ermordung fiel in die Zeit der Dreharbeiten und hinterließ nicht nur die Filmemacherinnen in einem Schockzustand. Das Anliegen der Aktivisten erhielt durch den Mord eine noch stärkere, traurige Dringlichkeit. Weltweite Proteste sorgten schließlich dafür, dass die Gesetzesvorlage erst einmal zurückgezogen wurde. Doch wenig später wurde der Entwurf erneut ins Parlament gebracht. Zum Kinostart der Dokumentation war der Ausgang des Verfahrens noch offen.



Foto: Katherine Fairfax Wright