Die 18-jährige Malerin Ana bewohnt mit ihrem Vater Klaus eine Höhle auf Ibiza. Doch sie will die Welt jenseits des väterlichen Hippie-Lebens erkunden und folgt deshalb den Ruf der Mäzenin Justine. Diese führt Ana in eine Madrider Künstlergemeinschaft ein, wo sie mit anderen Talenten ausgebildet wird. Schon bald verliebt sie sich in ihren Mitstudenten Said. Doch der marokkanische Kriegswaise verschwindet eines Tages spurlos und Ana wird fortan von seltsamen Visionen heimgesucht...

Erneut entwirft der Baske Julio Medem eine poetische Parabel mit faszinierenden, aber auch verstörenden Bildern. Die Geschichte droht hier in einem metaphysischen Wust aus Hypnose, Wiedergeburt, Chaos und Ordnung, mysteriösem Kunsttreiben, Schicksalhaftigkeit und Saharasand unterzugehen. Neuling Manuela Vellés gibt zwar eine brillante Vorstellung in der Hauptrolle, man fragt sich allerdings: Wozu? Das Ganze wirkt zu sehr wie bebilderte persönliche Träume eines Filmemachers auf esoterischem Selbstfindungs-Trip und der Frage nach einem Leben nach dem Tod.

Foto: Prokino (Filmwelt)