Als Alejandros Taxi den Geist aufgibt, bricht für den 50-Jährigen eine Welt zusammen. Sein Beruf ist das Einzige, was seinem Leben Struktur und Sicherheit gibt. Während sich die Werkstatt mit der Reparatur Zeit lässt, muss auch Alejandro Stunden mit sich selbst verbringen. Für ihn werden sie zur reinsten Qual: Denn sobald er seinen Gedanken freien Lauf lässt, holen ihn die Geister der Vergangenheit ein. Zu Zeiten des Pinochet-Regimes arbeitete er als Folterer. Schon bald kann er Realität und Einbildung kaum mehr voneinander unterscheiden ...

Regisseur Fernando Guzzoni gibt mit diesem Psychodrama, das er nach eigener Vorlage inszenierte, sein Spielfilmdebüt. Guzzoni, der selbst in der chilenischen Militärdiktatur geboren wurde und aufwuchs, versucht das nationale Trauma unter General Augusto Pinochet aufzuarbeiten. In der Rolle des Alejandro ist der aus dem chilenischen Santiago stammende Charakterdarsteller Alejandro Goic zu sehen, der hierzulande in Filmen wie "La Nana - Die Perle" und "¡No!" zu sehen war. "Carne de perro" ist recht schwere Kino-Kost, bei der Vorwissen über die Tyrannei in Chile vorausgesetzt wird.



Foto: Déjà vu