Hautnah erlebte Carola Stern drei deutsche Systeme: als Jungmädelführerin, als Studentin an der Parteihochschule der DDR und als engagierte Publizistin in der Bundesrepublik. Eine facettenreiche Persönlichkeit, die in den Fünfzigerjahren sogar als Spionin tätig war.

Regisseur Thomas Schadt ("Berlin - Sinfonie einer Großstadt") inszenierte aus Spiel- und Dokuszenen ein faszinierendes Porträt mit glänzender Besetzung, allen voran Maria Simon und Renate Krößner in der Rolle der Protagonistin Carola Stern, die hier auch im Interview zu sehen ist. Als Vorlage diente übrigens Sterns gleichnamige Autobiografie.