Nato-Major Andrea Rossi-Colombetti verfügt über eine etwas ungewöhnliche Libido: Er kann Frauen nur verführen, wenn er sich in Lebensgefahr befindet. Das kann auf die Dauer wirklich nicht gut gehen – irgendwann hat Andrea von seinem "Leiden" genug und vertraut sich einem Psychiater an. Dieser rät ihm, nicht nur die körperlichen Vorzüge der Frauen zu sehen, sondern mehr ihre intellektuellen Fähigkeiten. Andrea soll die Damen mit seinem Charme bezaubern und sie nicht einfach nur vernaschen. Doch guter Rat führt nicht unbedingt zu guter Tat. Andrea kann nicht nach den Ratschlägen des Psychiaters leben, sein amouröses Schicksal verfolgt ihn weiter. Nach zahlreichen Affären landet er schließlich bei seiner Jugendliebe Gigliola – kann sie ihn retten und von seinem Leiden erlösen?

Der große italienische Komödienspezialist Mario Monicelli ("Dieb aus Leidenschaft", "Die unglaublichen Abenteuer des hochwohllöblichen Ritters Branca Leone", "Reise mit Anita", "Hoffen wir, dass es ein Mädchen wird"), der ganz zu Unrecht immer im Schatten von Federico Fellini stand, zeigt Marcello Mastroianni in diesem amüsanten, wenn auch typischen Sechzigerjahre-Spaß einmal mehr als Super-Macho, dem die Frauen zu Füßen liegen. Mit Michèle Mercier in der Rolle der Pariserin Noelle, die für Andrea einen heißen Strip hinlegt, gelang Monicelli ein weiterer Besetzungscoup, war die Schauspielerin doch im Jahr zuvor mit ihrer "Angélique"-Reihe international bekannt geworden. Die wunderbaren Bilder stammen von Kameramann Aldo Tonti ("Unser Boss ist eine Dame", "Barabbas"), der zuvor schon mit Visconti ("Besessenheit") Fellini ("Die Nächte der Cabiria") und Rossellini ("Wo ist die Freiheit?") zusammengearbeitet hatte. Das Drehbuch des Autoren-Sextetts war 1966 für den Oscar nominiert.

Foto: S.A.D. Entertainment