Hongkong ist eine Stadt, die wie hundert Orte in einem wirkt - ein ungeheures Nebeneinander und auf engstem Raum die Gleichzeitigkeit verschiedenster Lebensweisen. Da gibt es ein junges Mädchen, eine Fischverkäuferin auf dem Markt, einen Barbier, den Abrissbeauftragten einer Blechhüttensiedlung, einen alten Professor, einen Noodleshop-Besitzer, einen britischen Chief-Economist, Schulkinder, einen chinesischen Geschäftsmann, sein philippinisches Hausmädchen, einen alten Fischer und seinen Enkel. Ein impressionistisches Bild entsteht, zusammengesetzt aus vielen kleinen Splittern, Geschichten der Bewohner dieser Stadt, der Orte, die ihr Leben bestimmen. Um zu überleben, muss sich Hongkong in rasender Geschwindigkeit den globalen wirtschaftlichen Bedingungen anpassen. Viertel sollen abgerissen werden, Lebensräume von einem Moment zum anderen radikal verändert werden ...

Julia Albrecht und Busso von Müller erarbeiten ihre Filme gemeinsam. Das Filmautoren-Duo verband impressionistische Bilder zu einem Dokumentarfilm über schnelle Lebensveränderungen und globale Sehnsüchte. Hongkong lebt in ständiger Veränderung und muss sich ständig den globalen wirtschaftlichen Bedingungen anpassen. Diese Ransanz findet den stetigen Begegnungen und dem sich Wiederverlieren ihre filmische Entsprechung. Bilder tauchen auf und werden von anderen überholt. Julia Albrecht, 1967 in Hamburg geboren, studierte Musik/Operngesang und war in verschiedenen Produktionen als Regieassistentin tätig, darunter für Frank Castorf, Robert Wilson und Thierry Salmon. Sie arbeitet als Autorin und Cutterin.