Am 9. August 1969 ermordeten Sektenmitglieder der "Manson Family" Sharon Tate, Frau von Roman Polanski und weiblicher Star seines Kinoerfolgs "Tanz der Vampire", und drei ihrer Freunde. Der zu lebenslanger Haft verurteilte Charles Manson hatte die Tat als Loyalitätsprüfung gefordert. "Helter Skelter" ist ein Schlagwort, was man in diesem Zusammenhang häufig zu hören bekommt. Manson bezeichnete damit seine wahnsinnigen Visionen eines Rassenkrieges, den er für das Jahr 1969 prophezeite. Der Begriff entstammt einem Beatles-Song und bezeichnet eigentlich eine sehr lange und hohe spiralförmige Rutsche. Als der Rassenkrieg - wider der Prophezeiung - nicht eintrat, ließ Manson zahlreiche Mitglieder der High Society Bel Airs töten und wollte anschließend die Schwarzen für die Morde verantwortlich machen, um die Weißen zur Lynchjustiz zu bewegen. Doch die gewalttätige und blutige Auseinandersetzung blieb aus ...

Wie es dazu kam, zeigt dieses Pseudo-Dokudrama anhand von nach gespielten Szenen, Archivmaterial und Interviews. Aus der Sicht der Kronzeugin und Fahrerin der Manson-Family Linda Kasabian wird das Porträt eines Massenmörders gezeichnet und Einblick in die Hippie-Kommune rund um Charles Manson gegeben. Sie erzählt etwas über die Umstände, unter denen die Manson-Familie zusammenkam und wie Drogen, Sex und Gewalt die Gruppe beherrschten. Nach dem Manson-Prozess lebte Linda Kasabian jahrelang unter einen neuen Namen, ehe sie von einem Fernsehteam aufgespürt wurde.

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