Ein Leben als Tramp, das ist die ärmliche Kindheit von Charles Chaplin, die sich auf sein ganzes Leben auswirkte und die Antriebskraft seines Schaffens war. Wie gelang Chaplin nach einer so schweren Jugend dieser kometenhafte Aufstieg? Das Leben Chaplins ist eine so außerordentliche Geschichte, dass sie sich kein Drehbuchautor in Hollywood hätte ausdenken können. Ein Leben, erfüllt von überwältigenden Filmerfolgen, aber auch ein Leben voller Skandale, Wut und persönlicher Tragödien. In diesem Dokumentarfilm, in dem Leben und Werk von Chaplin erzählt werden, sieht man die Anfänge Chaplins und die Entstehung der Figur des Tramps "Charlie". Durch diese Rolle, die er in über 70 Filmen spielte und die für das Individuum steht, das über Unglück und Verfolgung triumphiert - wurde er zu einer Art "Tragikomödiant". Seine Filme sind aber immer auch politisch. Dies zeigt sich in "Moderne Zeiten", einer bissigen Kritik an der Fabrik- und Industriearbeit. Und natürlich auch in "Der große Diktator", ein wahrhaftes Pamphlet gegen Hitler und ein vorausschauend warnender Film aus dem Jahre 1940.

Chaplin behandelt seine Themen mit einer Mischung aus Satire und Pathos, in der sich seine Menschlichkeit und seine Freiheitsliebe zeigen. 1947 wird Chaplin von dem "Ausschuss für unamerikanische Umtriebe" als Sympathisant der Kommunisten beschuldigt. Die Feindseligkeit ihm gegenüber wird immer stärker. 1952 sieht er sich gezwungen, die USA zu verlassen und geht in die Schweiz. Dieser Dokumentarfilm zeigt zahlreiche Filmausschnitte und Berichte von Zeitzeugen. Zu Wort kommen u.a. Chaplins Sohn Sydney, die Cousine Betty Chaplin Tetrick, die Schauspielerin Claire Bloom, der Cineast Milos Forman, der Biograf David Robinson sowie Angehörige und Kollegen. Aus all diesen Berichten entsteht das Porträt eines Genies, das eines Humanisten, der für seine Ansichten kämpft. Aber auch die dunkleren Seiten Chaplins finden Erwähnung.