New Mexico um 1870: Als das Apachenhalbblut Chato in einem Saloon einen Drink bestellt, bekommt er die ganze Verachtung der Weißen zu spüren, allen voran die des schießwütigen Sheriffs. In Notwehr tötet er den Gesetzeshüter. Er kann zwar entkommen, doch der Bürgerkriegsveteran und Indianerhasser Quincey Whitmore stellt einen dreizehnköpfigen Trupp zusammen, der den Flüchtigen verfolgt. Chato lockt sie in die Bergwelt, die er wie seine eigene Westentasche kennt, und spielt ein Katz-und-Maus-Spiel mit den ortsunkundigen Verfolgern. Als den Weißen Chatos Frau in die Hände fällt, vergewaltigen sie sie und lassen ihr hilfloses Opfer in der glühenden Hitze liegen, um den Flüchtenden aus seinem Versteck zu locken.

Der packende Western von Michael Winner ("Rendezvous mit einer Leiche") ist eine eindrucksvolle Abrechung mit rassistischer Arroganz weißer Siedler in Amerika, die am Ende selbst Opfer ihrer Borniertheit werden. Dabei bleibt allerdings fraglich, ob viele der dargestellten Härten wirklich sein mussten. Dieser Film war übrigens die erste gemeinsame Arbeit von Bronson und dem britischen Regisseur. Fünf weitere Filme sollten folgen, wie z. B. die Trilogie "Death Wish - Ein Mann sieht rot". In Hollywood wird der Filmemacher übrigens "Winning Winner" genannt. Der Grund: Auch John Wayne wollte seinerzeit einen Film in Mexiko drehen, doch Winner war zwei Tage früher da und hatte folglich Platzrecht.

Foto: Fox