Einst war Frontmann Cheyenne ein gefeierter Rockstar. Äußerlich hat sich der inzwischen 50-Jährige auch kaum verändert, trägt meist schwarz, ist geschminkt und hat immer noch eine wild toupierte Mähne. Doch er lebt schon seit Jahren zurückgezogen mit seiner Frau Jane in einer Villa in der Nähe von Dublin und pendelt zwischen gepflegter Langeweile und todessehnsüchtiger Depression hin und her. Durch den Tod seines Vaters, mit dem er seit 30 Jahren keinen Kontakt mehr hatte, kommt er zurück nach New York. Als er dort erfährt, dass sein Vater jahrzehntelang einen Nazi-Verbrecher gejagt hat, begibt sich auch Cheyenne auf die Suche. Damit beginnt eine skurrile Reise durch die USA ...

Paolo Sorrentino ("Il Divo") drehte erstmals in englischer Sprache. Das Ergebnis ist eine seltsam unausgegorene wie langatmige Mischung aus einem fiktiven Rockmusiker-Porträt (zwischen The Cure, Alice Cooper und Ozzy Osbourne), Roadmovie und der Jagd nach einem Kriegsverbrecher. Sean Penn wirkt hier meist einen Tick zu überzogen und zu manieriert. Ein echtes Highlight allerdings: Talking-Heads-Chef David Byrne zeigt mit einem Song eine starke Bühnenshow.



Foto: Delphi