Chicago in den Zwanzigerjahren: Die naive Roxy Hart träumt von der großen Bühnenkarriere. Doch ihr angeblicher Manager hatte es nur auf Sex abgesehen. Als Roxy das klar wird, greift sie zur Waffe und erschießt ihren Liebhaber. Sie landet im Gefängnis, wo sie auf die Sängerin Velma Kelly trifft. Ihr Idol erschoss Ehemann und Schwester, nachdem sie deren Verhältnis entdeckte. Der Einzige, der den Mörderinnen helfen kann, ist ein selbst verliebter Staranwalt, der sich auf Roxys Fall konzentriert, als die Presse enormes Interesse bekundet ...

Diese filmische Adaption der erfolgreichen Broadway-Show ist nur in einigen Punkten gelungen. Während sich die Verbindung von Real- und Tanznummern durchaus sehen lassen kann, fehlt es der Choreografie meist an Pfiff (abgesehen von der Gerichtsszene und der Marionetten-Nummer). Auch wenn Renée Zellweger den Golden Globe erhielt und für den Oscar nominiert wurde - eine Marilyn Monroe ist sie freilich nicht. Und bessere Tänzer als Richard Gere dürfte es auch geben. Lediglich Catherine Zeta-Jones legt sich hier ins Zeug, aber auch sie überzeugt nicht vollständig. So hat dieser Musical-Mix um Glamour, Versuchung, Sex und Enttäuschung nur mäßigen Unterhaltungswert. Trotzdem heimste das Musical 2003 sechs Oscars ein: bester Film, beste Nebendarstellerin (Zeta-Jones), bester Schnitt, beste Ausstattung, beste Köstüme und bester Ton.

Foto: Miramax