Anna arbeitet als Erbenermittlerin in Berlins neuer Mitte und fahndet nach Nachkommen verstorbener Personen, die scheinbar keine direkten Angehörigen haben, um den Nachlass an den Mann oder an die Frau zu bringen. Anna ist gut in ihrem Job und forscht akribisch und hartnäckig in den Archiven. Privat geht es ihr ähnlich, wie ihren toten Klienten: Sie lebt allein. Als sie Johann kennenlernt, entwickelt sich zwischen den Beiden schnell eine tiefe Freundschaft: früher hätte man sicher das Wort "Seelenverwandtschaft" benutzt. Die Beiden scheinen wie füreinander bestimmt zu sein, nur dass Johann schwul ist, deshalb bleibt Sex einfach außen vor. Er zieht in die leer stehende Nachbarwohnung ein. Man teilt sich den gemeinsamen Balkon und auch sonst viel von der freien Zeit. Als sich mit Max noch ein Dritter im Bunde einfindet, beginnt nach kurzer Zeit die dramatische Dynamik der "menage a trois"...

Andreas Struck hat bei zum Teil namhaften Regisseuren als Regieassistent gearbeitet und mehrere Kurzfilme realisiert. Seine Auseinandersetzung mit dem Medium zeigt sich auch in seiner jahrelangen Organisationstätigkeit im Panorama der Internationalen Filmfestspiele Berlin, sowie bei der European Filmproduktion in Hamburg und Cannes. "Chill Out" ist sein erster Film, für den er auch das Drehbuch geschrieben hat. Seine Uraufführung hatte der Film in der Sektion Panorama der Berliner Filmfestspiele 2000.