Breslau, Ende des 19. Jahrhunderts: Clara, wissbegierige jüngste Tochter des promovierten Chemikers Philipp Immerwahr, möchte ihrem Vater nacheifern und wird dabei von ihrer weltoffenen jüdischen Familie unterstützt. Doch im deutschen Reich ist das Abitur für Mädchen nur auf mühseligen Umwegen möglich. Das schreckt Clara aber nicht. Überglücklich ist sie, als es ihr gelingt, nach dem externen Abitur an der Universität Breslau als Hörerin der physikalischen Chemie aufgenommen zu werden ...

Regisseur Harald Sicheritz ("Tatort - Abgründe", "Poppitz") schildert Episoden der tragischen Lebensgeschichte der bemerkenswerten Chemikerin Clara Immerwahr (1870-1915). Die Ehefrau des Nobelpreisträgers Fritz Haber war eine der ersten deutschen Frauen, die einen Doktortitel erlangte. Nach dem Drehbuch von Susanne Freund ("Der erste Tag", Sicheritz' "Zwölfeläuten") und Burt Weinshanker ("[mo.2005_mein_vater_und_ich:Mein Vater und ich]", "Der Liebe entgegen") in Szene gesetzt, besticht Katharina Schüttler in der Rolle der Clara, ebenso wie Maximilian Brückner als Immerwahrs Ehemann Haber.

Foto: SWR/Petro Demenigg