Der Einzelgänger Jost will frei und unabhängig sein, den Gesetzen des Lebens nicht unterworfen. Er provoziert gern, ist überall und nirgends zu Hause, oft streift er durch die Straßen Berlins. Als er sich eines Tages Zutritt zu einer Wohnung verschafft, begegnet er der psychisch labilen Ex-Reiseleiterin Anna. Diese traut sich nicht mehr aus ihrer Wohnung und offenbart dies aber niemandem...

Das Kino-Regiedebüt des Kameramannes und Absolventen der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin Marcus Lenz erzählt die Geschichte zweier extremer Außenseiter, die sich durch Zufall begegnen und tatsächlich Gefallen aneinander finden. In dem kammerspielartig inszenierten Drama zeigen besonders die beiden Hauptdarsteller Jule Böwe und Christoph Bach ihr ganzes schauspielerisches Können. Der Zuschauer nimmt ihnen ihre Zerbrechlichkeit und Einsamkeit, aber auch ihre psychischen Abgründe jederzeit ab. Die beiden standen übrigens schon für das Drama "Katze im Sack" (2004) gemeinsam vor der Kamera, doch trotz ihrer Darstellerleistungen konnten sie das Drama nicht retten.

Foto: Basis Film