Am 25. September 1998 war der deutsche Supermittelgewichtler Jürgen "The Rock" Hartenstein auf dem Höhepunkt seiner Karriere: In rheinland-pfälzischen Rülzheim holte er den Titel des deutschen Meisters gegen Uwe Lorch. Doch danach ging es bergab, eine Kampf nach dem anderen ging verloren, sein Manager verließ ihn, neue Kämpfe blieben aus. Hartenstein war am Boden, doch er gab nicht auf, arbeitete wie ein Besessener, um noch einmal als Sieger im Ring zu stehen...

They never come back - wer einmal weg war, kommt nie wieder. Dies galt lange als eisernes Gesetz - besonders im Schwergewichts-Profiboxsport. Bis Floyd Patterson, Muhammad Ali oder Lennox Lewis auch diese Gesetzmäßigkeit durchbrachen. Filmemacher Maximilian Plettau hat seinen idealistischen Protagonisten Hartenstein ein Jahr hautnah mit der Kamera begleitet. In atmosphärisch dichten Bildern erzählt er die Geschichte eines Comebacks, das zwar gleichzeitig die Geschichte eines Verlierers ist, aber auch zeigt, dass unerschütterlicher Glaube an sich selbst Träume wahr werden lassen kann. Zwar verlor Hartenstein seinen großen Comeback-Kampf in Philadelphia, fand aber in den USA sein privates Glück, heiratete in Las Vegas, lebt mittlerweile in Philadelphia und gewann im September 2008 in Kansas im Halbschwergewicht durch K.O. gegen Shaun Hinkle. Regisseur Plettau wurde für seinen Abschlussfilm an der Hochschule für Film und Fernsehen in München mit dem Deutschen Kamerapreis 2008 ausgezeichnet.

Foto: WTP International