Der halbseidene, homosexuelle Autohändler Harry hat seine Finger bei vielen Dingen im Spiel. Als er eines Tages eine geheimnisvolle Tasche aus dem polnischen Lodz holen soll, schickt er kurzerhand seinen besten Mann Schorsch. Doch der Autoliebhaber - zur Zeit ohne Führerschein - gibt den Auftrag an seine Freundin Mao weiter, um im Gegenzug auf deren achtjährige Tochter aufzupassen. Doch auch Mao hat nicht so die richtige Lust auf Polen und beauftragt Max und Johann, die für sie die Imbissbude "Wurst und Durst" führen. Als die beiden nach Polen abreisen, ist dies der Auftakt zu beträchtlichen Verwicklungen ...

Bereits 2004 erzählte der aus Graz stammende Regisseur Michael Glawogger ("Workingman's Death", "Slumming") in seiner Komödie "Nacktschnecken" die Geschichte der eher ambitionslosen, poststudentischen Freunde Mao, Max und Johann, die sich mit Gelegenheitsjobs und unerfüllten Frauenfantasien durchs Leben schlagen - bis sie eines Tages das Angebot bekommen, ein selbst gestricktes Sexvideo zu drehen. Schon seinerzeit schrieb Glawogger das Drehbuch mit seinem "Max"-Hauptdarsteller Michael Ostrowski, mit dem er auch das Buch zu diesem vollkommen abgedrehten Mix aus Roadmovie und Komödie verfasste, in dem die drei "Nacktschnecken"-Hauptfiguren wieder aufgenommen werden. Mit "Contact High" bezeichnete man in den Sechzigerjahren übrigens Personen, die lediglich durch die Begegnung mit Menschen, die Drogen genommen hatten, "high" wurden. Und je mehr sich die Protagonisten von ihrer Heimat entfernen, desto mehr wird dieses "Contact High" Programm, wenn Max mit seinen Drogen alle handelnden Personen anzustecken scheint. So manche Momente kommen zwar recht albern und vorhersehbar daher, andere dagegen sind schon gelungen. So etwa die polnischen Polizisten, die plötzlich Schweinsohren und -nasen haben oder die Tanzenden mit Hundegesichtern in der Disko. Dann und wann streut Glawogger psychedelisch anmutende, animierte Sequenzen ein, um das Rauschhafte zu verstärken, was auch durch die Musik von Roxy Music, Captain Beefheart und The Base gelingt. Allerdings geht dem Film zum Ende hin merklich die Luft aus.

Foto: Delphi