Contergan: Der Skandal ist bekannt. Von 1959 bis 1962 kamen allein in Deutschland 5.000 behinderte Kinder zur Welt, oft mit verkürzten und veränderten Gliedmaßen, häufig auch mit Schäden an inneren Organen. Etwa die Hälfte der Kinder überlebte nicht. Der Wirkstoff Thalidomid hatte den Wachstumsprozess im Mutterleib gestört. Contergan war als ungefährliches Beruhigungsmittel beworben worden. Aber was war, was ist mit den Eltern? Wie haben sie das erlebt, bewältigt, verarbeitet? Mit unvermuteter Offenheit sprechen Mütter und Väter über einen langen Prozess: Kennen lernen, Verlobung und Heirat, Schwangerschaft und erste Befürchtungen, auch Schuldgefühle, die Geburt und das Aufwachsen der Kinder.